Frachtführer ohne Schnittstelle anbinden: Preisblatt statt EDI
Einen Frachtführer ohne Schnittstelle anzubinden heißt, das Preisblatt aus Ihrem Postfach in eine strukturierte Tarifmatrix zu übersetzen, damit der Rechenkern seine Relationen selbst kalkuliert. In Cargavo, einem TMS für Speditionen und Frachtvermittler, sind das zwei Datensätze: der Frachtführer und je Tarif eine Tarifmatrix. Rund zwei Stunden Erfassung. Länger dauert nur das Warten auf Antworten des Frachtführers.
Wie binde ich einen Frachtführer ohne Schnittstelle an?
Sie legen aus dem zugesandten Preisblatt zwei Datensätze an: einen Stammsatz mit Dieselzuschlag, Preisen für Nebenleistungen und Restriktionen, und eine Tarifmatrix mit Zonen, Gewichtsstaffeln und Sätzen. Es wird keine Verbindung aufgebaut, es braucht keine IT-Abteilung, und der Frachtführer muss nichts tun.
Ein Frachtführer ohne Schnittstelle ist im Landverkehr kein Sonderfall, sondern der Normalfall. Ein regionaler Frachtführer mit zwölf Zügen hat keinen Entwickler, keine EDI-Abteilung und nicht die Absicht, das zu ändern. Was er hat, ist ein Tarif — eine Excel-Mappe, ein PDF, gelegentlich ein eingescanntes Fax. Diese Datei enthält bereits alles, was zur Kalkulation seiner Relationen nötig ist.
Anbinden ohne Schnittstelle heißt, diese Datei in zwei strukturierte Datensätze zu überführen. Cargavo, ein TMS für Speditionen und Frachtvermittler, erzwingt dabei die Reihenfolge: Eine Tarifmatrix gehört zu einem Frachtführer, der Stammsatz muss also zuerst existieren. Ein Frachtführer trägt danach mehrere Tarifmatrizen — Inland und Export, oder zwei Gültigkeitszeiträume — jede mit eigener Währung aus EUR, USD, GBP, CHF, CAD, MAD oder PLN.
| Datensatz | Inhalt | Quelle im Preisblatt | Beispielwert |
|---|---|---|---|
| Frachtführer | Dieselzuschlag / Dieselfloater | Fußzeile oder Monatsrundschreiben | 9,4 % |
| Frachtführer | Preise für Nebenleistungen | Seite Zuschläge | Ladebordwand 28,00 € |
| Frachtführer | Gefahrgut und Warenwertversicherung | Seite Zuschläge | ADR 12 %, mindestens 45,00 € |
| Frachtführer | Restriktionen | Beförderungsbedingungen | Max. 6 Paletten, max. 2,40 m Länge |
| Tarifmatrix | Zonen und Zonenzuordnung | PLZ-Anhang | PLZ-Leitzonen 30–34 → Zone B |
| Tarifmatrix | Gewichtsstaffeln und Sätze | Die Tariftabelle selbst | 2.000–2.999 kg → 21,40 €/100 kg |
| Tarifmatrix | Frachtpflichtiges Gewicht und Rundung | Fußnoten | 1 LDM = 1.850 kg, Rundung auf 10 kg |
Beachten Sie die Trennlinie in dieser Tabelle. Alles im Stammsatz ist eine Regel, die für jede Sendung bei diesem Frachtführer gilt; alles in der Tarifmatrix gehört zu genau einem Tarifdokument. Genau deshalb ist eine Änderung des Dieselzuschlags ein einziges Feld statt einer Neuerfassung von 200 Sätzen, und deshalb rührt der Tarifwechsel im nächsten Jahr Ihre Preise für Nebenleistungen nicht an.
Eine Arbeitsgewohnheit lohnt sich sofort: Lassen Sie den Frachtführer auf inaktiv, solange Sie die Tarifmatrix bauen. Ein inaktiver Frachtführer wird von der Preisfindung ausgeschlossen, eine halb erfasste Matrix kann also nicht ausgerechnet in dem Moment in ein Angebot rutschen, in dem ein Kunde zusieht. Auf aktiv stellen Sie erst nach der weiter unten beschriebenen Kontrolle. Der Vergleich aller Anbindungswege steht im Pillar-Leitfaden zur Frachtführer-Anbindung für Speditionen.
Woran erkenne ich, welche Tarifart ein Preisblatt ist?
An den Spaltenköpfen und den Zeilenbeschriftungen, an nichts sonst. Zonen oben und Gewichtsstaffeln links ist weight_zone. Palettenzahlen links ist pallet. Lademeter-Staffeln sind mpl_bracket. Ein einzelner Festpreis plus eine Zeile „ab X kg“ ist hybrid_weight.
Bevor Sie die erste Zahl tippen, klassifizieren Sie das Blatt. Das ist der eine Fehler, der sich später nicht flicken lässt: Die Tarifart bestimmt die Form der gesamten Matrix, und ein Wechsel der Art setzt die bereits erfassten Sätze zurück.
Die Diagnose dauert etwa fünf Minuten und braucht nur zwei Angaben: Was steht in den Spalten, und was steht in den Zeilen?
| Spalten | Zeilen | Preis richtet sich nach | Tarifart | Typischer Frachtführer |
|---|---|---|---|---|
| Zone A, B, C, D | 0–99, 100–299 kg | Gewicht | weight_zone | Stückgut- und Sammelgutnetze |
| Zone oder Land | 1, 2, 3, 4 Paletten | Stückzahl | pallet | Palettennetze |
| Zone oder Land | 0,1–0,5 / 0,6–1,0 LDM | Ladefläche | mpl_bracket | Teilladungsverkehre |
| Eine Preisspalte | Schwelle plus Satzzeile | Gewicht, zwei Regime | hybrid_weight | Regional- und Expressverkehre |
Drei Komplikationen treten häufig genug auf, um sie einzuplanen. Erstens: Eine Arbeitsmappe mit einem Reiter je Zone bleibt eine einzige weight_zone-Matrix — die Reiter sind Spalten, die jemand auseinandergezogen hat. Zweitens: Ein Blatt mit den Zeilen „0–99, 100–299, 300–499“ nennt Obergrenzen, ein Blatt mit „ab 100, ab 300“ nennt Untergrenzen. Wer das eine als das andere erfasst, verschiebt jeden Preis um genau eine Staffel — der mit Abstand häufigste stille Erfassungsfehler. Drittens: Manche Tarife enthalten zwei Modelle in einem Dokument, etwa eine Gewichtsstaffel bis 2.500 kg und darüber eine Lademeter-Staffel. Das sind in Cargavo zwei Tarifmatrizen am selben Frachtführer, und der Rechenkern nimmt schlicht die, die die Anfrage abdeckt.
Cargavo, ein TMS für Speditionen und Frachtvermittler, bildet genau diese vier Formen ab, weil sie das abdecken, was europäische Frachtführer tatsächlich veröffentlichen. Passt das Blatt vor Ihnen in keine davon, ist es meist eine Liste von Spotpreisen und kein Tarif — dann gilt der manuelle Weg aus Angebote ohne hinterlegten Tarif. Die vollständigen Definitionen stehen unter die vier Arten von Frachttarifen, und die Begriffe selbst im Glossar zur Tarifmatrix.
Welche Tarifregeln stehen nicht in der Tariftabelle?
Mindestpreis, Regeln zum frachtpflichtigen Gewicht, Rundungsschritt, Vergleich mit der nächsten Staffel, Dieselzuschlag und ausgeschlossene Postleitzahlen. Keine davon steht in einer Zelle. Alle verändern den Preis, und der Lademeter-Faktor verändert ihn um den Faktor drei.
Die Tariftabelle erfasst jeder korrekt, denn sie sieht nach Daten aus. Die Regeln, die aus einer Sendung überhaupt erst einen Suchschlüssel machen, stehen in Achtpunktschrift unter der Tabelle, in Fließtext — und dort geht die Anbindung tatsächlich schief.
Hier die Checkliste, mit dem Feld, in das jede Regel gehört, und der Folge, wenn sie fehlt.
| Regel in der Fußnote | Typische Formulierung | Zielfeld | Folge, wenn sie fehlt |
|---|---|---|---|
| Mindestpreis | „Mindestpreis 48,00 € je Sendung“ | Mindestpreis der Matrix | Kleinsendungen unter Einkauf verkauft |
| Lademeter-Faktor | „1 Lademeter = 1.850 kg“ | Frachtpflichtiges Gewicht, kg je LDM | Leichtes Volumengut massiv zu billig |
| Volumenfaktor | „1 m³ = 333 kg“ | Frachtpflichtiges Gewicht, kg je m³ | Voluminöse Paletten zu billig |
| Rundungsschritt | „Gewichte auf 10 kg aufgerundet“ | Rundungsschritt und -richtung | Kleiner, dauerhafter Fehlbetrag |
| Vergleich nächste Staffel | „Es gilt der günstigere Satz“ | Fest eingebaut (paying-for) | Sie bieten zu teuer an und verlieren |
| Dieselzuschlag | „Index monatlich veröffentlicht“ | Prozentsatz am Frachtführer | Ganze Zuschlagsposition fehlt |
| Ausschlüsse | „Ohne Inseln, Sylt und Helgoland“ | Geltungsbereich der Matrix | Angebote auf abgelehnten Relationen |
| Gültigkeit | „Gültig 01.03.2026 bis 28.02.2027“ | Ihr Wiedervorlagekalender | Angebote zu Vorjahrespreisen |
Zwei Punkte verdienen einen Kommentar. Die Regeln zum frachtpflichtigen Gewicht sind keine Alternativen, sondern ein Maximum: Cargavo nimmt den größten Wert aus tatsächlichem Gewicht, Lademetern mal kg-je-LDM und Volumen mal kg-je-m³. Erfassen Sie beide Faktoren, wenn der Tarif beide nennt, dann entscheidet der Rechenkern je Sendung, welcher greift — die Grundlagen dazu im Eintrag frachtpflichtiges Gewicht.
Der Vergleich mit der nächsten Staffel, bekannt als paying-for, arbeitet für Sie und nicht für den Frachtführer: Bei 980 kg kann es günstiger sein, als 1.000 kg zum niedrigeren Satz der nächsten Staffel abgerechnet zu werden. Cargavo wendet diesen Vergleich auf Tarifen je 100 kg automatisch an, Sie erfassen ihn also nicht — wissen sollten Sie davon trotzdem. Wer ein Angebot von Hand gegen das Preisblatt prüft und findet, der Rechenkern habe „die falsche Zeile genommen“, hat meist nur paying-for bei der Arbeit gesehen.
Sind die Fußnoten mehrdeutig, fragen Sie, statt zu raten. Diese Mail steht Feld für Feld in der Checkliste zur Frachtführer-Anbindung.
Wie lange dauert es, einen Frachtführer aus seinem Preisblatt anzulegen?
Nicht das Tippen. Eine saubere weight_zone-Tarifmatrix kostet rund zwei Stunden, davon den größten Teil die Zonenzuordnung. Die Verzögerung ist menschlich: ein bis fünf Werktage, bis der Frachtführer beantwortet, was seine eigenen Fußnoten offenlassen — länger bei gescannten PDF-Tarifen.
Speditionen, die eine Angebotssoftware prüfen, fragen nach der Einführungsdauer und bekommen eine Antwort in Wochen. Beim Weg über Tarifmatrizen trennt die ehrliche Antwort zwei Uhren, die parallel laufen: Ihre Erfassungszeit und die Antwortzeit des Frachtführers.
| Schritt | Typische Dauer | Blockierend? | Was es verlängert |
|---|---|---|---|
| Stammsatz anlegen | 10 Minuten | Nein | Nebenleistungen „auf Anfrage“ |
| Tarifart bestimmen | 5 Minuten | Nein | Zwei Modelle in einem Dokument |
| Zonen und Zonenzuordnung | 20–60 Minuten | Nein | PLZ-Anhang über 400 Zeilen |
| Tarifmatrix erfassen | 20–45 Minuten | Nein | Verbundene Zellen, ein Reiter je Zone, Scan |
| Regeln aus den Fußnoten | 10 Minuten | Nein | Regeln im Fließtext oder gar nicht genannt |
| Offene Fragen an den Frachtführer | 1–5 Werktage | Ja | Außendienst unterwegs, Ferienzeit |
| Abgleich mit alten Frachtrechnungen | 30–60 Minuten | Nein | Rechnungen aus einer älteren Tarifversion |
| Kunden zuordnen, aktiv schalten | 10 Minuten | Nein | Margenregeln noch nicht entschieden |
Addieren Sie die nicht blockierenden Zeilen, ergibt das rund 1 Stunde 55 Minuten bis 2 Stunden 50 Minuten Arbeit je Frachtführer. Mit dieser Zahl planen Sie. Alles Übrige auf der Liste ist Warten, und der einzige Hebel auf das Warten ist, alle Fragen in einer Mail zu stellen statt in dreien.
Zwei Situationen kosten wirklich mehr, und das gehört gesagt. Ein als gescanntes PDF geliefertes Preisblatt muss Zelle für Zelle gelesen statt kopiert werden, was die Erfassung der Matrix etwa verdoppelt — eine Tabelle mit acht Zonen und zwölf Staffeln sind 96 Zahlen, die abgetippt und danach Korrektur gelesen werden. Und ein Frachtführer, der seine Zonen über Regionsnamen statt über PLZ-Bereiche definiert, zwingt Sie, die PLZ-Zuordnung selbst zu bauen — die eine Aufgabe, die einen Nachmittag sprengen kann.
Deutlich gesagt, was Cargavo heute tut: Die Erfassung ist strukturiert und geführt, sie ist kein automatisches Auslesen einer beliebigen Arbeitsmappe, denn kein Parser liest zuverlässig eine Mappe mit verbundenen Zellen und handschriftlicher Randnotiz. Die begleitete Einrichtung, bei der der Tarif für Sie hinterlegt wird, ist ab dem Growth-Plan für 149 €/Monat enthalten. Die Mechanik der Übersetzung einer Excel-Datei in eine Matrix steht in Tarifmatrix im TMS hinterlegen, die Grenzen je Plan auf der Preisseite.
Wie sieht das erste Angebot aus einer neu erfassten Tarifmatrix aus?
Die Rechenreihenfolge ist frachtpflichtiges Gewicht, Staffelsuche, Marge, Dieselzuschlag, Nebenleistungen. Im Rechenbeispiel unten kostet der Frachtführer 547,74 €, der Kunde erhält 711,33 €, Rohertrag 163,59 €. Fehlt eine Fußnote, geht dasselbe Angebot mit 348,49 € hinaus.
Nehmen wir eine echte Anbindung. Der Frachtführer hat einen Inlandstarif nach Gewicht und Zone geschickt, Sätze je 100 kg, Mindestpreis 48,00 €, hier der Auszug für die Zonen A bis C.
| Gewichtsstaffel (kg) | Zone A (€/100 kg) | Zone B (€/100 kg) | Zone C (€/100 kg) |
|---|---|---|---|
| 0–99 | 62,00 | 68,50 | 74,00 |
| 100–299 | 44,10 | 48,60 | 53,20 |
| 300–499 | 38,20 | 41,90 | 45,80 |
| 500–999 | 31,70 | 34,90 | 38,10 |
| 1.000–1.999 | 25,40 | 27,60 | 30,20 |
| 2.000–2.999 | 19,80 | 21,40 | 23,30 |
| 3.000–4.999 | 17,40 | 18,90 | 20,60 |
Die Fußnoten sagen: 1 Lademeter = 1.850 kg, 1 m³ = 333 kg, Gewichte auf volle 10 kg aufgerundet, Dieselzuschlag 9,4 % in diesem Monat, Ladebordwand 28,00 € je Zustellung. Zu kalkulieren ist eine Sendung mit 3 Paletten zu 1,20 × 0,80 × 1,10 m, 620 kg brutto, Zustellung in Zone B, Ladebordwand erforderlich.
- Lademeter: 1,20 × 0,80 = 0,96 m², geteilt durch 2,4 = 0,40 LDM je Palette, also 1,20 LDM für drei.
- LDM-Untergrenze: 1,20 × 1.850 = 2.220 kg.
- Volumen-Untergrenze: 3 × 1,056 m³ = 3,168 m³, × 333 = 1.054,9 kg.
- Frachtpflichtiges Gewicht: der größte Wert aus 620, 2.220 und 1.054,9 = 2.220 kg, bereits ein Vielfaches von 10.
- Fracht im Einkauf: 22,20 × 21,40 = 475,08 €, über dem Mindestpreis von 48,00 €.
Danach legt der Rechenkern die Kundenmarge von 22 % über p/(1−m) auf die Frachtposition, anschließend den Dieselzuschlag auf die so entstandene Basis, zuletzt die Nebenleistungen zum Verkaufspreis.
| Position | Einkauf | Rechenweg Verkauf | Verkauf |
|---|---|---|---|
| Fracht | 475,08 € | 475,08 ÷ (1 − 0,22) | 609,08 € |
| Dieselzuschlag 9,4 % | 44,66 € | 609,08 × 0,094 | 57,25 € |
| Ladebordwand | 28,00 € | Kundenpreis der Nebenleistung | 45,00 € |
| Summe | 547,74 € | — | 711,33 € |
Rohertrag 163,59 €, also 23,0 % vom Verkauf — über dem Ziel von 22 %, weil der Dieselzuschlag auf der bereits kalkulierten Basis reitet und die Ladebordwand ihre eigene Marge trägt. Streichen Sie nun eine Fußnote. Bleibt der LDM-Faktor leer, steht das frachtpflichtige Gewicht bei 620 kg und landet in der Staffel 500–999 zu 34,90 €: Fracht 216,38 €, Verkauf 277,41 €, Diesel 26,08 €, Ladebordwand 45,00 €, Summe 348,49 €. Der Frachtführer stellt weiterhin 547,74 € in Rechnung. Dieses eine nicht erfasste Feld kostet 199,25 € auf einer Sendung und wiederholt sich bei jedem leichten Volumengut, bis jemand eine Frachtrechnung genau liest. Lademeter erklärt der Leitfaden zur Lademeter-Berechnung, die Geometrie prüfen Sie mit dem Lademeter-Rechner.
Wie prüfe ich eine neue Tarifmatrix, bevor ich damit anbiete?
Mit fünf gezielten Stichproben: eine Staffelgrenze, eine Sendung unter dem Mindestpreis, eine leichte Volumenpalette, fünf Postleitzahlen über alle Zonen und zehn alte Frachtrechnungen. Jede zielt auf einen bestimmten Erfassungsfehler, ein Fehlschlag benennt also das falsche Feld.
Eine neue Tarifmatrix mit einer beliebigen Sendung zu testen, beweist fast nichts: Die meisten Anfragen landen in der Mitte einer Staffel, wo jede Variante der Matrix eine plausible Zahl liefert. Prüfen Sie stattdessen die Ränder, denn dort sitzen die Erfassungsfehler.
| Stichprobe | Was Sie kalkulieren | Erwartung | Bei Abweichung |
|---|---|---|---|
| Staffelgrenze | 999 kg, danach 1.000 kg | Satz springt in die nächste Zeile | Staffeln als Untergrenzen erfasst |
| Mindestpreis | 30 kg in Zone B | 48,00 € | Mindestpreis leer gelassen |
| Leichtes Volumengut | 3 Paletten, 620 kg | Frachtpflichtiges Gewicht 2.220 kg | LDM-Faktor leer gelassen |
| Zonenabdeckung | 5 Postleitzahlen, je eine Zone | Jede liefert einen Preis | no_zone — Zuordnung unvollständig |
| Obergrenze | 5.500 kg | out_of_range | Satz oberhalb der Tabelle erfunden |
| Alte Frachtrechnungen | 10 zugestellte Sendungen | Abweichung unter etwa 1 % | Rundung oder Dieselzuschlag falsch |
Die benannten Fehlschläge sind hier der Punkt. Cargavo, ein TMS für Speditionen und Frachtvermittler, liefert keinen leeren Bildschirm, wenn kein Preis entstehen kann, sondern einen Grund — no_zone, out_of_range, on_request, constraint oder invalid_grid. Während der Prüfung sind diese Kennungen eine Diagnose. Ein no_zone auf einer Postleitzahl, die der Frachtführer nachweislich bedient, heißt: Die Zonenzuordnung ist lückenhaft. Ein constraint heißt: Sie haben eine Restriktion erfasst — Palettenzahl, Länge, Lademeter —, die diese Sendung verletzt, und das System tut seine Arbeit statt zu versagen.
Der Abgleich mit alten Frachtrechnungen fängt alles Übrige ab und lohnt sich mit echtem Papier. Nehmen Sie zehn zugestellte Sendungen, die mit diesem Frachtführer unter dieser Tarifversion gelaufen sind, kalkulieren Sie sie neu und vergleichen Sie mit der tatsächlichen Frachtrechnung. Die Abweichungen fallen in eine kurze Liste: ein nicht erfasster Rundungsschritt, ein Dieselfloater, der sich zwischen Sendung und heute geändert hat, eine Nebenleistung, die auf der Rechnung stand, aber nicht in der Anfrage, oder ein paying-for-Vergleich, den dieser Frachtführer tatsächlich nicht anwendet. Ein systematischer Abstand von wenigen Euro auf jeder Position ist fast immer die Rundung; ein Abstand auf genau einer Position ist fast immer eine Nebenleistung.
Lassen Sie die Matrix inaktiv, bis jede Stichprobe sitzt, und schalten Sie dann Matrix und Frachtführer gemeinsam aktiv. Wie Margenschutz danach systematisch funktioniert, steht in margensichere Angebote kalkulieren.
Wie kommt ein neu angelegter Frachtführer zu meinen Kunden?
Sie setzen die Margenregeln, schalten den Frachtführer aktiv, und er nimmt automatisch an jedem passenden Vergleich teil. Ihre Kunden wählen ihn nie und sehen ihn nie: Das Portal zeigt einen Verkaufspreis unter Ihrer Marke, ohne Namen des Frachtführers, ohne Einkaufspreis, ohne Marge.
Die Inbetriebnahme ist bewusst unspektakulär. Sobald Frachtführer und Tarifmatrix aktiv sind, wird jede Anfrage, deren Geografie passt, neben Ihren bestehenden Tarifen auch gegen diese Matrix kalkuliert, und die Ergebnisse werden sortiert. Niemand muss sich merken, dass es eine neue Möglichkeit gibt — genau dafür legt man einen Tarif in einen Rechenkern statt in einen Ordner.
Drei Entscheidungen bleiben, und wirklich zu entscheiden ist nur die erste.
- Die Margenregel. Prozentuale Margen rechnen mit p/(1−m), das Ergebnis ist also eine echte Marge auf den Verkauf und kein Aufschlag auf die Kosten; absolute Margen addieren einen festen Betrag. Regeln sitzen am Kunden, an der Tarifmatrix oder an einer einzelnen Staffel — so kommen ein Rahmenvertragskunde und ein Gelegenheitskunde beim selben Frachtführer zu unterschiedlichen Verkaufspreisen. Die Abwägung steht in prozentuale oder absolute Margenregeln.
- Die Verkaufspreise der Nebenleistungen. Eine Ladebordwand, die Sie 28,00 € kostet, braucht einen Verkaufspreis in der Preiskonfiguration des Kunden. Fehlt er, greift Cargavo auf den Einkaufspreis zurück und setzt einen Hinweis, statt eine Zahl zu erfinden — das Angebot ist also nie falsch, diese Position aber ohne Marge verkauft, bis Sie sie pflegen.
- Nichts am Kundenportal. Es gibt keinen Schalter, um einen Frachtführer zu veröffentlichen, denn das Kundenportal zeigt Frachtführer grundsätzlich nicht an.
Dieser letzte Punkt gehört klar gesagt, denn er ist der Grund, warum Speditionen frei anbinden können, ohne mit ihren Kunden neu zu verhandeln. In Cargavo, einem TMS für Speditionen und Frachtvermittler, liegen Einkaufspreis, Marge und die Identität des Frachtführers in einem privaten Finanzdatensatz am Angebot, geschützt durch Zugriffsregeln allein für Ihr Team — nicht bloß in der Oberfläche ausgeblendet, sondern für ein Kundenkonto nicht lesbar. Ihr Kunde sieht einen Verkaufspreis, eine Referenz der Serie Q-YYYY-NNNN und ein Gültigkeitsdatum; in der Schweiz nennt er dieses Dokument Offerte, an der Systematik ändert das nichts. Bei welchem Frachtführer Sie einkaufen, ist Ihre Marktposition und bleibt es — siehe Preis zeigen, ohne den Einkaufspreis preiszugeben.
Ein zusätzlicher Frachtführer ändert also, was Ihre Kunden zahlen, nie, was sie sehen. Das angenommene Angebot wird unverändert zur Sendung der Serie S-YYYY-NNNN. Weiteres Material zur Anbindung sammelt die Rubrik Frachtführer anbinden.
Was geht ohne EDI-Schnittstelle oder Frachtführer-API nicht?
Vier Dinge: freie Kapazitäten abfragen, Tarife automatisch aktualisieren, die Buchung an den Frachtführer übertragen und Sendungsverfolgung empfangen. Eine Tarifmatrix liefert Preisbildung, keine Anbindung. Für eine Spedition, die bei Regionalverkehren einkauft, fehlte ohnehin die Preisbildung.
Die Anbindung über Tarifmatrizen ist ein bewusster Tausch: Sie gewinnen die Fähigkeit, jeden Frachtführer zu kalkulieren, auch den, der nie eine Schnittstelle bauen wird, und Sie verzichten auf das, was nur eine echte Verbindung liefert. Diese Grenze genau zu benennen, macht den Weg überhaupt erst vertrauenswürdig.
| Funktion | Braucht Anbindung? | Was Sie stattdessen tun |
|---|---|---|
| Relation sofort kalkulieren | Nein | Die erfasste Tarifmatrix rechnet |
| Frachtführer auf eine Anfrage vergleichen | Nein | Jede aktive Matrix wird bewertet |
| Freie Kapazität oder Laderaum prüfen | Ja | Anruf beim Frachtführer, wie heute |
| Neuen Tarif automatisch erhalten | Ja | Matrix bearbeiten, wenn er eintrifft |
| Buchung an den Frachtführer senden | Ja | Mail oder dessen eigenes Portal |
| Sendungsverfolgung abrufen | Ja | Status selbst erfassen |
Die Zeile zur Tarifaktualisierung braucht eine Gewohnheit statt eines Workarounds. Eine Matrix weiß nicht, dass ihr Tarif abgelaufen ist, das Gültigkeitsdatum gehört also in Ihren Kalender: Kommt eine neue Version, ändern Sie die Sätze an Ort und Stelle, und der Dieselfloater ist ein einziges Feld, das Sie beim Monatsrundschreiben nachziehen. Für eine Spedition mit acht bis fünfzehn Frachtführern ist das eine kurze wiederkehrende Aufgabe, kein Projekt — die systematische Fassung dieser Tarifpflege steht in Tarifmatrix und Rechenkern.
Ebenso wichtig ist, was Cargavo, ein TMS für Speditionen und Frachtvermittler, nicht ist. Es ist keine Frachtenbörse, es findet Ihnen also keinen Frachtführer für eine Relation, für die Sie keinen Tarif haben — diese Anfrage läuft über den manuellen Weg. Es ist kein Ausschreibungsportal, keine Fuhrpark- oder Dispositionssoftware und kein Buchhaltungsprogramm. Es kalkuliert, was Sie verhandelt haben, und verfolgt, was Sie verkauft haben.
Bleibt eine faire Zusammenfassung des Tauschs. Sind Ihre Frachtführer große Integratoren mit echten Schnittstellen, bringt der verbundene Weg Kapazität und Sendungsverfolgung, die eine Matrix nicht liefert. Sind Ihre Frachtführer die Regionalverkehre, von denen die meisten kleinen Speditionen tatsächlich leben, gibt es keine Schnittstelle zum Anbinden, und das Preisblatt ist die Anbindung — siehe Regionalverkehre ohne Schnittstelle kalkulieren. Im Starter für 49 €/Monat sind 10 Tarifmatrizen enthalten, im Growth für 149 €/Monat 50 und im Scale für 399 €/Monat 200, mit 14 Tagen kostenlosem Test ohne Kreditkarte.
Häufige Fragen
Wie binde ich einen Frachtführer an, der keine Schnittstelle hat?
Legen Sie einen Stammsatz für Dieselzuschlag, Nebenleistungen und Restriktionen an und erfassen Sie seinen Tarif als strukturierte Tarifmatrix. Es wird nichts verbunden, und der Frachtführer tut nichts — das Excel- oder PDF-Preisblatt, das er Ihnen ohnehin schickt, ist die Anbindung. Cargavo unterstützt das ab dem Starter-Plan für 49 €/Monat mit 10 Tarifmatrizen.
Wie lange dauert es, einen neuen Frachtführer im TMS anzulegen?
Rund zwei Stunden Erfassung für einen sauberen Tarif nach Gewicht und Zone: 10 Minuten Stammsatz, 20 bis 60 Minuten Zonenzuordnung, 20 bis 45 Minuten Tarifmatrix und 10 Minuten für die Fußnoten. Unkalkulierbar ist nur das Warten von ein bis fünf Werktagen, bis der Frachtführer sein eigenes Kleingedrucktes erklärt.
Was brauche ich vom Frachtführer, bevor ich seine Tarife anbieten kann?
Die Tariftabelle, den PLZ-Zonenanhang, die Preise der Nebenleistungen, den Dieselzuschlag und die Gültigkeitsdaten. Ohne den Zonenanhang liefert die Matrix auf jedem Ziel ein no_zone, und ohne die Fußnoten zum frachtpflichtigen Gewicht sind die Preise bei leichtem Volumengut falsch.
Kann ich Frachttarife aus Excel automatisch erfassen?
Cargavo arbeitet mit einem geführten, strukturierten Tarifassistenten statt mit einem automatischen Auslesen beliebiger Arbeitsmappen, weil verbundene Zellen, ein Reiter je Zone und handschriftliche Randnotizen jeden generischen Parser aushebeln. Die begleitete Einrichtung, bei der der Tarif für Sie hinterlegt wird, ist ab dem Growth-Plan für 149 €/Monat enthalten.
Sehen meine Kunden, mit welchem Frachtführer ich fahre?
Nein. Name des Frachtführers, Einkaufspreis und Marge liegen in einem privaten Finanzdatensatz am Angebot, den nur Konten Ihrer Spedition lesen können. Das Kundenportal zeigt einen Verkaufspreis, eine Referenz der Serie Q-YYYY-NNNN und ein Gültigkeitsdatum unter Ihrer eigenen Marke.
Kann ich eine Speditionssoftware ohne EDI-Schnittstelle einführen?
Ja, und für kleine Speditionen ist das der Regelfall: Preisbildung braucht Tarifdaten, keine Verbindung. Ohne Schnittstelle entfallen Kapazitätsabfrage, automatische Tarifaktualisierung, Buchungsübertragung und Sendungsverfolgung beim Frachtführer. Diese vier Punkte erledigen Sie weiter wie heute, per Telefon, Mail oder Portal des Frachtführers.
Verwandte Leitfäden
- Frachtführer ohne API anbinden: Frachttarife aus Excel in die Speditionssoftware
- API, EDI oder Tarifmatrix: Frachtführer anbinden im Vergleich
- Frachtführer ohne API: Sofortangebote aus der Tarifmatrix